Schadensbegrenzung in der zweiten Hälfte

Beim Auswärtsspiel der Anderen in Haltern gab’s für Riemke nichts zu holen. Ersatzgeschwächt und nach den letzten Spielen durch ein ewiges Auf und Ab verunsichert, waren die Anderen am vergangenen Samstagabend einfach zu schlecht, um Haltern Paroli bieten zu können. Vor allem im Angriff zeigten die Gäste eine ganz schwache Leistung und lagen zur Pause schon mit 16:6 zurück. Im zweiten Durchgang konnte noch etwas Korrektur geleistet werden, aber das war’s dann auch schon: 21:14 stand es am Ende.

Ohne Trainer und mit nur 3 Rückraumspielern reiste die Riemker Reserve nach Haltern. Berufliche wie gesundheitliche Verhinderungen führten zu dem dünnen Kader. Zudem waren von den wenigen anwesenden Spielern einige erkältungsbedingt angeschlagen. Nichtsdestotrotz fährt man auf den Samstagabend nicht zum Spaß nach Haltern. Abschenken wollte das Spiel niemand, dennoch wurden die Anderen sehr schnell auf den Boden der Tatsachen geführt. Nach schwachen Abschlüssen und nachlässigen Abwehraktionen lag Riemke bereits nach 11 Minuten mit 6:1 hinten. Als es trotz personeller wie taktischer Umstellungen so weiterlief, zeigte sich Riemke emotions- und ideenlos. Immer wieder folgte auf eine gute Aktion, an der man sich hätte hochziehen können, eine unglückliche Entscheidung eines Spielers, eines Schiedsrichters oder einfach ein technischer Fehler (an der Stelle sei gesagt, dass das Ergebnis nichts mit der Leistung bzw. den Entscheidungen der Schiedsrichter zu tun hat!). An diesem Samstagabend lief jede aber auch wirklich jede Aktion zu Lasten der Riemker Moral. Mit 16:6 verabschiedeten sich die Anderen in die Pause.
Gesenktes Haupt, hängende Schultern, ratlose Blicke. Spielerisch völlig verunsichert gab es nur noch die Hoffnung, dass es nicht schlimmer werden konnte. Die Devise lautete so nah wie möglich rankommen und mal gucken, was passiert. In der Abwehr stand Riemke jetzt deutlich stabiler und erlaubte den Gastgebern nur ein Tor (!) in den ersten 13 Minuten der zweiten Hälfte und das war sogar ein 7-Meter. Da die Gäste aber ihrerseits auch nur 2 Tore erzielen konnten, bot sich den Zuschauern wirklich nicht gerade ein Offensivspektakel. Dennoch war der Wille durchaus erkennbar, Riemke versuchte mit aller Gewalt etwas Positives auf die Platte zu bringen, leider zu oft durch Einzelaktionen und zu selten im Kollektiv. Ich mach’s kurz: kein schönes aber ein besseres Spiel der Anderen in Hälfte zwei und eine verdiente Niederlage.

Besondere Highlights (ohne Namen):
- Leeres Tor nach Einwurf nicht getroffen;
- Kreisläuferanspiel direkt in die Hände des Gegners;
- Heber im Gegenstoß der nicht mal auf dem Tor, sondern dahinter landete;
- Mitspieler passen sich aus 4 Meter Entfernung auf den Fuß;
- Nimm du ihn, ich hab ihn sicher!
- usw.

Für Riemke spielten: Pasch, Rietdorf (beide Tor); Lademann (3), Bertlich (1), Schilling, Böhm, Driesel (1), Scharf (1), Rink (1), Napierala (1), Bujara (3), Maas (3/1).

Euer Mauro

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